Licht im Dunkeln - Warum wir der Bibel vertrauen können | 2. Petrus 1, 16 - 21

- 31.01.2021 - 

Septuagesimä

Wem können wir vertrauen? In einer Zeit voller Informationen, Meinungen und Unsicherheiten beschäftigt sich diese Predigt mit einer grundlegenden Frage des christlichen Glaubens: Warum Christen der Bibel vertrauen und weshalb Gottes Wort bis heute Orientierung, Hoffnung und Licht in dunklen Zeiten schenkt.

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Die Bibel wird oft als „Licht im Dunkeln“ bezeichnet. Doch was bedeutet das konkret?
 
In dieser Predigt zum Bibelsonntag geht Pfarrer Dr. Jochen Eber der Frage nach, warum die Heilige Schrift für Christen bis heute eine verlässliche Orientierung darstellt.
 
Ausgehend von 2. Petrus 1,16–21 erinnert Petrus daran, dass die Botschaft von Jesus Christus nicht auf erfundenen Geschichten beruht. Die Apostel waren Augenzeugen. Sie haben Jesu Herrlichkeit erlebt und bezeugen, was Gott in Jesus Christus getan hat.
 
Die Predigt zeigt:
  • Warum die Bibel mehr ist als ein religiöses Buch.
  • Weshalb Gottes Wort Orientierung im Alltag geben kann.
  • Wie die Bibel zum Licht in schwierigen Zeiten wird.
  • Warum Christen Jesus Christus vertrauen dürfen.
Mit Bildern vom täglichen Brot, von der Wärme eines Ofens und vom Morgenstern macht die Predigt deutlich, dass der Glaube regelmäßige Nahrung braucht und Gottes Wort Menschen durch dunkle Zeiten begleitet.

Predigt zu: „Licht im Dunkeln - Warum wir der Bibel vertrauen können“ - 2. Petrus 1, 16 - 21 

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(31. Januar, Pfarrer Jochen Eber, Evangelische Kirche Steinen)

Was bringt mir die Bibel?

Was bringt mir eigentlich die Bibel?
 
Diese Frage stellen viele Menschen.
 
Die Antwort ist zunächst einfach:
Die Bibel ist Gottes Wort. Gott benutzt die Worte der Bibel, um mit uns zu sprechen.
Er zeigt uns, wie wir leben können. Er zeigt uns den Weg zu ihm. Er schenkt Orientierung für den Alltag und Hoffnung für unser Leben.
 
Deshalb ist die Bibel nicht nur ein interessantes Buch für besondere Anlässe. Sie möchte uns täglich begleiten.

Tägliche Nahrung

Man kann nicht für einen ganzen Monat im Voraus essen und trinken.
 
Auch das größte Festmahl reicht nicht dauerhaft. Irgendwann kommt wieder der Hunger.
 
So ähnlich verhält es sich mit dem Glauben.
Der Glaube braucht Nahrung. Er braucht Gottes Wort.
Darum ist die Bibel für Christen wie tägliches Brot.
 
Oder wie ein warmer Ofen im Winter.
Es genügt nicht, ihn einmal anzuzünden und dann nie wieder.
Man muss immer wieder neue Wärme aufnehmen.
So braucht auch der innere Mensch die Nähe Gottes immer wieder neu.

Märchen oder Wahrheit?

Manche Menschen halten die Bibel für ein Märchenbuch.
Für Legenden, Mythen oder alte Geschichten.
 
Petrus widerspricht entschieden.
Er schreibt:
Wir sind nicht klug ausgedachten Geschichten gefolgt.
 
Petrus war selbst dabei.
Er hat Jesus gesehen.
Er hat erlebt, wie Gott handelt.
Er berichtet nicht von Hörensagen, sondern als Augenzeuge.

Die Verklärung Jesu

Petrus erinnert an ein besonderes Erlebnis.
 
Gemeinsam mit Jakobus und Johannes war er mit Jesus auf einem Berg.
Dort wurde Jesus von Gottes Herrlichkeit umgeben.
Die Jünger hörten eine Stimme aus dem Himmel:
Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.
 
Und dann:
Den sollt ihr hören.

Petrus sagt:
Wir haben das selbst erlebt.
Darum können wir bezeugen:
Jesus ist Gottes Sohn.

Licht im Dunkeln

Petrus vergleicht Gottes Wort mit einem Licht.
 
Ein Licht scheint dort, wo es dunkel ist.
Und es bringt Orientierung.
 
Menschen suchen Orientierung an vielen Stellen:
in den Medien
in der Politik
bei Experten
bei erfolgreichen Menschen
Doch all diese Lichter können trügen.
 
Gottes Wort dagegen zeigt uns den Weg zu Jesus Christus.
Es hilft uns, die Dunkelheiten dieser Welt zu erkennen und ihnen Gottes Licht entgegenzustellen.

Die Dunkelheiten unserer Welt

Wenn wir ehrlich sind, gibt es viele dunkle Seiten in unserem Leben und in unserer Gesellschaft:
Ungerechtigkeit
Gewalt
Ausbeutung
Einsamkeit
Krankheit
Angst
Das alles verschwindet nicht einfach durch gute Ratschläge.
 
Doch Gottes Licht scheint genau in diese Dunkelheit hinein.
Jesus Christus will helfen.
Er will heilen.
Er will trösten.
Er will Menschen neu machen.

Der Morgenstern

Petrus verwendet noch ein weiteres Bild.
Er spricht vom Morgenstern.
 
Bevor die Sonne aufgeht, erscheint der Morgenstern.
Er kündigt den neuen Tag an.
 
So weist die Bibel auf Jesus Christus hin.
Jesus ist der Morgenstern.
 
Er ist gekommen.
Und er wird wiederkommen.
Sein Licht zeigt uns die Richtung.

Gottes Wort

Die Bibel ist nicht einfach ein menschliches Werk.
 
Petrus schreibt:
Getrieben vom Heiligen Geist haben Menschen in Gottes Auftrag geredet.
 
Die biblischen Autoren schrieben nicht einfach ihre eigenen Gedanken auf.
Gott hat durch sie gesprochen.
Darum dürfen wir seinem Wort vertrauen.

Jesus im Mittelpunkt

Letztlich geht es in der ganzen Bibel um Jesus.
 
Das Alte Testament bereitet sein Kommen vor.
 
Das Neue Testament berichtet von seinem Leben, seinem Sterben und seiner Auferstehung.
 
Darum ist Jesus der Mittelpunkt des christlichen Glaubens.
Und darum ist die wichtigste Frage nicht:
Was denke ich über die Bibel?
Sondern:
Höre ich auf Jesus?

Schluss

Gottes Wort ist ein Licht.
Es bringt Orientierung.
Es spendet Trost.
Es zeigt uns den Weg zu Jesus Christus.
 
Darum gilt bis heute:
Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.
 
Amen.